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Experiment

Im Gegensatz zum Alltagsverständnis versteht man im wissenschaftlichen Zusammenhang unter einem Experiment eine Abfolge von Denk- und Handlungsschritten, die der Überprüfung einer Hypothese über Wirkungszusammenhänge dient. Die Hypothese wird aus der Theorie abgeleitet; sie wird "deduziert".

Zu einem Experiment gehört die klare, theoriegeleitete Formulierung einer Hypothese darüber, wie sich eine unabhängige Variable auf eine abhängige Variable auswirkt, und zwar unter kontrollierten Umweltbedingungen (Labor). Die kontrollierten Umweltbedingungen sollen sicherstellen, dass das Experiment immer unter gleichen Bedingungen stattfinden kann, dass also keine störenden Einflüsse das Ergebnis verzerren.
Die Grundlogik des Experiments besteht mithin darin, alle denkbaren Faktoren konstant zu halten und dann nur einen Faktor, eine Variable, nämlich die unabhängige gezielt und kontrolliert zu verändern, um so ihre Auswirkung auf eine abhängige Variable zu untersuchen.

Insofern die Umweltbedingungen konstant gehalten werden konnten, also wirklich nur eine Variable verändert wurde, kann die darauf folgende Veränderung bei der abhängigen Variable auf die gesteuerte Veränderung der unabhängigen kausal zurückgeführt werden.
In der therapeutischen Forschung versucht die randomisierte kontrollierte Studie die Logik des Experiments auf die klinische Situation zu übertragen.

Kategorisch kann man in der Forschung eine experimentelle von der beobachtenden und klassifizierenden (ordnenden) Vorgehensweise unterscheiden.

 

siehe auch: deduktiv, induktiv, randomisierte kontrollierte Studie

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