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Modalwert

Synonym: Modus.


Der Modalwert, auch Modus, ist das bescheidenste Maß der Zentralen Tendenz und kann im Gegensatz zum arithmetischen Mittel und Median bereits auf Nominalskalenniveau angegeben werden. Es handelt sich um den Wert / die Kategorie (Variablenausprägung) einer Verteilung, der / die am häufigsten vorkommt. Gibt es nur einen Wert, der im Vergleich zu den anderen Werten sehr oft vertreten ist, dann bezeichnet man die Verteilung als eingipflig oder unimodal. Kristallisieren sich hingegen zwei Werte heraus, die deutlich häufiger vorkommen, als andere, dann gibt es drei Möglichkeiten, damit umzugehen.

  1. Liegen die Werte in unmittelbarer Nachbarschaft, kann man das arithmetische Mittel bilden, was jedoch streng genommen nur ab Intervallskalenniveau erlaubt ist.
  2. Liegen die beiden Werte weiter auseinander, dann spricht man von einer zweigipfligen oder bimodalen Verteilung.

Gibt es mehrere Höhepunkte in der Verteilung, kann man keinen Modalwert mehr bestimmen.

  • Beispiel:

In einer orthopädischen Rehabilitationsklinik werden u. a. 80 Patienten mit Hüftgelenksprothese (HG), 20 mit Kniegelenksprothese (KG), 20 nach Bandscheibenoperation (BS) und 15 mit Skoliose (SK) behandelt. Von der Verwaltung werden diesen Krankheitsbildern folgende Zahlen zugeordnet (Nominalskala):
KG = 1, HG = 17, SK =75, BS = 30. Die Kategorie mit der Kennzahl 17 (Hüftgelenksprothesen) kommt am häufigsten vor. 17 ist also der Modus dieser Verteilung.

 

siehe auch: arithmetisches Mittel, Nominalskala, Standardabweichung, Varianz, Range

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