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Post-hoc-Analyse

Hypothesen müssen überprüfbar sein, weshalb sie immer vor der Datenerhebung und -auswertung aufgestellt werden. Eine Post-hoc-Analyse hingegen ist eine statistische Auswertung, die zu Studienbeginn nicht vorgesehen war. Auf diese Weise dient sie der Hypothesengenerierung. Derart gewonnene Hypothesen müssen in einer neuen Studie überprüft werden, da durch die nachträgliche Hypothesenaufstellung auch rein zufällige Ergebnisse als signifikant ausgewiesen werden können.

Beispiel: Forscher schauen sich oft in ihren Datenanalysen die Geschlechterdifferenzierung an, ohne zuvor hierzu eine Hypothese aufgestellt zu haben. So können die Ergebnisse einer Studie daraufhin deuten, dass die Entspannungstherapie bei Rückenschmerzpatientinnen wirksamer war als bei Rückenschmerzpatienten. Diese neue Hypothese kann nicht als bestätigt gelten, auch wenn das Ergebnis signifikant war, weil je mehr Post-hoc-Analysen durchgeführt werden, umso größer die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein zufälliger Effekt als signifikant ausgewiesen wird. Die generierte Hypothese kann aber der Anfang für eine Anschlussstudie mit neuen Probanden sein.

 

siehe auch: Hypothese, Signifikanz, statistisch

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