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Screening

Ein Begriff aus der Epidemiologie; unter Screening versteht man einen Test oder eine Untersuchung, die bzw. der noch nicht zur eigentlichen Diagnose führen soll, aber hinreichende Informationen liefern soll, ob weitere diagnostische Maßnahmen indiziert sind oder nicht. Screenings werden angewandt vor allem in breit angelegten Untersuchungen (z.B. in der Krebsvorsorge), doch ist auch die routinemäßige Blutdruckmessung beim Besuch des Hausarztes ein Screening.

In der manuellen Therapie bezeichnet man unter Screening eine von G. Leivseth und H. Dahl entwickelte Methode, bei der ebenfalls ein oder mehrere Vortests (bzw. die orientierende Untersuchung) durchgeführt werden, deren Ergebnisse auf den betroffenen Strukturtyp und/oder auf die betroffene Region schließen lassen sollen, worauf sich dann eine spezifische Untersuchung anschließt, um die Beschwerden verursachende Struktur bzw. Region genau zu identifizieren.

Die Entscheidung, ob das Ergebnis eines Screenings zu weiterer Diagnostik führen soll oder nicht, hängt oft an Schwellenwerten (Blutdruck). Wie hoch oder niedrig dieser Schwellenwert sein sollte, hängt u.a. ab von

  • der Gefahr, die von nicht erfassten Erkrankungen ausgeht (falsch negative Screening-Ergebnisse)
  • den Kosten, die eine weitergehende Diagnostik mit sich bringt
  • den Gesundheitsrisiken, die eine weitere Diagnostik mit sich bringt
  • den nachweisbaren Erfolgen (s. Evidenzbasierung) eines Screenings hinsichtlich "günstigerer Verläufe".

 

Literatur

  • Hennekens C.H., Buring J.E. (1987) "Epidemiology in Medicine". Verlag Little, Brown and Co., Boston, Toronto; S. 327-347

 

siehe auch: Epidemiologie

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