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Signifikanz, klinisch

Im Gegensatz zur statistischen Signifikanz geht es bei der klinischen Signifikanz darum, ob Studienergebnisse aufgrund des Ausmaßes der festgestellten Unterschiede eine Hilfestellung im klinisch-therapeutischen Entscheidungsprozess sind.

Es kann nämlich durchaus sein, dass Differenzen zwischen Kontroll- und Experimentalgruppen statistisch signifikant werden, weil die Stichproben sehr groß waren, die tatsächlichen Unterschiede aber gar nicht so beeindruckend waren.

Umgekehrt können statistisch nicht signifikante Ergebnisse eine tatsächlich vorhandene klinische Signifikanz "verbergen" bzw. davon ablenken. Dann z.B. wenn die Unterschiede zwischen den Gruppen sehr groß waren, die Daten aber einfach deshalb keine statistische Signifikanz erreichen, weil die Probandenzahlen zu klein waren. Auch in diesem Fall sollten die Forschungsergebnisse genau beachtet werden. Auf jeden Fall sind sie Anlass für eine Replikation (nochmalige Durchführung) mit größeren Stichproben.

Literatur

  • Scherfer E. (2003) "Was bedeutet eigentlich 'Signifikanz' und was drückt ein p-Wert aus?" Zeitschrift für Physiotherapeuten, Vol. 55, Nr. 4, S. 638-644

 

siehe auch: klinische Studie, Signifikanz, statistisch

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